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Der Dirigent

Horst Frohn begann nach seinem Gesangsstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik Rheinland bei Prof. Rudolf Bautz seine musikalische Karriere als Mitglied des WDR-Rundfunkchores in Köln. Weiter führte ihn sein Weg als Tenorsolist über die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf und das Landestheater in Coburg an die Städtischen Bühnen Regensburg, wo er in vielen Fachpartien der Oper und Operette zu hören war. Gastspiele absolvierte der lyrische Tenor in Detmold, der Oper der Stadt Köln, Linz, St. Moritz und Davos. Die Mitwirkung bei vielen in- und ausländischen Konzerten als Oratorien- und Liedsänger zählte darüber hinaus zu seinem Betätigungsfeld.

Seit der Gründung des Vokalensembles Laaber im Jahr 1991 widmete er sich immer mehr der Arbeit als Chorleiter und Dirigent. Er nahm an zahlreichen Meisterkursen für Dirigenten im In- und Ausland teil, so z.B. im französischen Montbozon bei Sergiu Celibidaches langjährigem persönlichen Assistenten Konrad von Abel. Frohns Repertoire umfasst die großen Werke der Chorliteratur ebenso wie die für Orchester. So dirigierte er Aufführungen von Händels Feuerwerks- und Wassermusik, viele Orchesterwerke Bachs, Mozarts Jupitersinfonie, Beethovens 9. Sinfonie, die Bläserserenaden von Dvořák und Gounod sowie die Kindertotenlieder von Gustav Mahler.

Mit dem bekannten Bergfotografen Bernd Ritschel arbeitet Frohn erfolgreich zusammen. Zu über 300 Fotografien der Berge der Welt dirigierte Frohn Musik von Gluck, Haydn, Mozart und Barber. Seine Ausbildung als Sänger kommt dem Chor in hohem Maße zugute. Die Vorbereitung von neuen Werken geht damit über das Einstudieren der Noten und die musikalische Gestaltung hinaus, sie bringt zusätzlich für die Sängerinnen und Sänger der Chöre einen erheblichen Teil an Stimmentwicklung und Stimmbildung mit sich.

Seit 2009 ist Frohn regelmäßig als Gastdirigent in Japan tätig. Die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit mit japanischen Chören und Orchestern wurde von Prof. Hidenori Komatsu, dem bekannten japanischen Bariton, initiiert. Auf Einladung von Choral Arts Society Tokyo sowie dem Kammerchor Kobe dirigierte Frohn Mahlers Kindertotenlieder, Brahms Ein Deutsches Requiem, Dvořáks Stabat Mater, Händels Messiah, Verdis Totenmesse, das Requiem von Mozart und Fauré sowie Haydns Oratorium Die Jahreszeiten in Tokio und Kobe.

Im Jahr 2013 kam Frohn auf die Idee, ein tanzpädagogisches Projekt in Regensburg zu initiieren. Das Pupils' Dance Project brachte 200 Schüler der Regensburger Mittelschüler auf die Bühne des Regensburger Velodroms. Vor zweimal ausverkauftem Haus zeigten die Schüler ihre Choreographie zu Carl Orffs Carmina burana, die die Chorphilharmonie zusammen mit dem Nachwuchschor der Regensburger Domspatzen musikalisch gestalteten.

Horst Frohn